Zimt (Canehl, Cassia), Info

Kategorie: Kategorie: Suppe, Backen

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Info zu Zimt

Botanisch (Lateinisch): Cinnamomum.zeylonikum Blume (Canehl),
Cinnamomum aromaticum Nees (Cassia) Englisch: Cinnamon ú
Französisch: Cannella

Geschichte: Zimt zählt zu den ältesten Gewürzen der Welt. Seit etwa
5.000 Jahren in China als KWEI, wie der Zimt (Cassia) dort genannt
wurde, bekannt. Arabische und phönizische Kaufleute brachten die
aromatische Rinde schon zur Zeit der Pharaonen nach Ägypten. Kaiser
Nero verbrannte Unmengen von Zimt, der seinerzeit so kostbar wie
Gold war, anläßlich des Todes seiner Gemahlin Poppäa. Zu Beginn des

14. Jahrhunderts kam durch die Portugiesen erstmals Kunde von Canehl
aus Ceylon nach Europa. Zimt wurde zu dieser Zeit eines der
bedeutendsten und teuersten Gewürze und es zeugte von dem großen
Reichtum des Augsburgers Anton Fugger, der 1530 die Schuldscheine
von Kaiser Karl V. vor dessen Augen in einem Feuer aus Zimtstangen
verbrannte. Das von den Portugiesen errichtete Zimtmonopol wurde
1636 von den Holländern und 1796 von den Engländern übernommen.
Nachdem auf Java die Pflanzen kultiviert wurden, endete das Monopol.

Hauptanbaugebiete: Die Hauptanbaugebiete von Canehl sind Sri Lanka,
Madagaskar und die Seychellen, während Cassia auf Sumatra/Indonesien,
in China und Vietnam kultiviert wird.

Beschreibung: Sri Lanka Canehl wird heute in Zimtgärten angebaut und
strauchartig gehalten. Alle zwei Jahre schneidet man zur Monsunzeit
die 2-3 m langen Schößlinge, deren Rinde vom Holz abgezogen wird.
Von diesen 30-40 cm langen Rindenstücken werden die äußeren
Korkschichten und Primärrinden abgeschabt. 6-10 dieser zarten 0,3-1
mm starken Innenrinden werden zu Quills von 91,5 cm (3 feet) Länge
ineinander geschoben, zuerst im Schatten und dann in der Sonne
getrocknet. Sie erhalten dadurch die typische gelblich-braune Farbe
und werden auf gleichmäßige Länge von 6, 8 und 10 cm geschnitten.
Die Qualität richtet sich nach Farbe und Feinheit der Rinde und wird
in Ekelle ausgedrückt. Canehl hat einen feinen, aromatischen Duft
und schmeckt süßlich und feurig-brennend. Cassia, ob in Indonesien,
Vietnam oder China angebaut, wird von 6-8 Jahre alten Zimtbäumen
gewonnen. Die ca. 30-100 cm langen, ca. 2-5 cm breiten und 0,6-3,5
mm starken Rindenstücke werden mehr oder weniger unzureichend von
Kork und der darunterliegenden Schicht befreit und getrocknet. Die
Rinde ist hellbis rötlichbraun und hat ein weniger duftiges Aroma
als Canehl. China Cassia ist im Geschmack aromatisch süßlich und
etwas herber als Canehl. Padang Cassia schmeckt würzig-brennend,
ähnlich wie Canehl, aber feiner und kraftvoller als China Cassia.
Entscheidend für die Qualität des Zimts ist die Aufbereitung und der
ätherische Ölgehalt. Cassia kommt überwiegend gemahlen in den Handel.
Das Aroma des ätherischen Öls wird hauptsächlich durch das
Zimtaldehyd gekennzeichnet.

Verwendung: Süße Speisen, Milchreis, Gebäck (Lebkuchen), Suppen,
Kompotte, Fruchtsalat, Glühwein, Heißgetränke, Fleisch- und
Gemüsespeisen, Liköre, Dampfnudeln, Füllungen von Gänse- und
Entenbraten.

Zimt hilft bei Übelkeit, Erbrechen, Blähungen, leichtem Durchfall
und Erkältungen. Das Zimtöl ist überdies antimikrobiell und
antifungizid und besitzt eine stärkende und stimulierende Wirkung.
Zimtöl hemmt die Vermehrung von Bakterien. Wegen des intensiven
Eigengeruchs ist der Einsatz von Zimtöl bei Lebensmitteln nur
begrenzt möglich. Aus Blättern und Zweigen gewonnenes Zimtöl wird in
der Pharmaindustrie verarbeitet. Das Gewürz wirkt anregend auf Magen-
, Darm- und Drüsentätigkeiten, beugt Blähungen vor.

: Stichworte: Gewürzinfo, Süßspeise, Getränk, Suppe, Gebäck
: Quelle: Fibel Erfasst *RK* 03.12.02 von Michael Staib


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